nach oben

HERZLICH WILLKOMMEN

... auf der Homepage des Ökumenischen Lebenszentrums Ottmaring. Hier informieren wir Sie ĂŒber unser Leben und das, was uns bewegt.

 

 

 

 

nach oben

Ökumenischer Nachmittag 2017

Am Sonntag, den 22. Januar 2017 kamen wir am Nachmittag um 14:30 Uhr im Begegnungszentrum Ottmaring im Rahmen der diesjĂ€hrigen Weltgebetswoche fĂŒr die Einheit der Christen zum Thema "Begegnung - Versöhnung - Zukunft Ökumenische Perspektiven fĂŒr Europa" zusammen.

 

Sr. M. Emanuela Tieze aus Sießen gab nach dem anfĂ€nglichen Stehkaffee einen Impuls von großer geistlicher Tiefe: "Versöhnung - Die Liebe Christi drĂ€ngt uns" (2 Kor 5, 14-20). Die Ikone von der Taufe Christi, auf der Christus "in den Riss" geht, machte einen nachhaltigen Eindruck. 

 

Anschließend gab das GesprĂ€ch zwischen Gerhard Proß vom CVJM Esslingen und Brigitte Horneber und Herbert Lauenroth vom Ökumenischen Lebenszentrum Ottmaring wichtige Einblicke in das Miteinander fĂŒr Europa nach dem wichtigen Ereignis in MĂŒnchen vom 30. Juni bis zum 2. Juli 2016.

 

 

 

 

 

nach oben

Neujahrsempfang im Ökumenischen Lebenszentrum am 15. 1. 2017

Rund 80 GĂ€ste kamen zum traditionellen Neujahrsempfang des Ökumenischen Lebenszentrums am 15. Januar nach Ottmaring: Kommunalpolitiker unterschiedlicher Parteien, Vertreter der Kirchen und in Friedberg ansĂ€ssiger Handwerksbetriebe und GeschĂ€fte sowie viele Freunde des Ökumenischen Lebenszentrums.

 

Zu Beginn gab Claudia Hubert von der Fokolar-Bewegung einen kurzen und aufschlussreichen RĂŒckblick ĂŒber einige Highlights des Ökumenischen Lebenszentrums im vergangenen Jahr. Darunter die Aufnahme von sieben minderjĂ€hrigen unbegleiteten FlĂŒchtlingen aus Afghanistan und eines erwachsenen FlĂŒchtlings aus Syrien; das ökumenische Bischofstreffen mit 25 Bischöfen verschiedener Kirchen aus aller Welt; eine Sommerfreizeit (R-auszeit) fĂŒr rund 100 Jugendliche aus Deutschland und den NachbarlĂ€ndern


 

Dann folgte das Hauptreferat auf dem diesjÀhrigen Neujahrsempfang, der immer wieder musikalisch professionell umrahmt wurde durch Iris Lichtinger (Flöte) und Marlis Neumann (Harfe).

 

Referent war der 3. BĂŒrgermeister von Augsburg und Sozialreferent der Stadt, Dr. Stefan Kiefer (SPD), der seine Rede unter das Thema stellte: "Vom Lagerdenken zur Einheit – Ansichten eines Christen nach 15 Jahren kommunalpolitischem Einsatz".

 

Er begann mit einem kurzen historischen RĂŒckblick vom Augsburger Religionsfrieden 1555 bis ins Jahr 2017 mit der Quintessenz, dass – aus welchen GrĂŒnden auch immer – keine Partei in der Stadt Augsburg jemals die absolute Mehrheit erreicht hĂ€tte. In Augsburg seien die Politiker von jeher gezwungen, zusammen zu arbeiten, ob sie nun wollten oder nicht. Dr. Kiefer schilderte in geradezu vergnĂŒglicher Offenheit und mit Sachkompetenz gespickt die Höhen und Tiefen der Zusammenarbeit von CSU und SPD - spĂ€ter kamen auch die GrĂŒnen zu dieser Koalition hinzu - aus den Jahren seiner Arbeit im Augsburger Stadtrat von 2002 bis heute.

 

Beeindruckend war dabei, dass er keine Spitzen verteilte, keine noch so kleine Schuld zuwies, auf niemanden mit dem Finger zeigte oder Parteiinteressen gelten ließ. Es ging ihm einfach darum, aus der Praxis aufzuzeigen, dass der Weg zur Einheit, auch zur politischen Einheit, durchaus mĂŒhsam, aber möglich ist. Hindernisse fehlen auf diesem Weg nicht: die einen finden Einheit fad und streiten lieber; die anderen reden, wenn sie von Kompromissen reden, grundsĂ€tzlich von „faulen Kompromissen“; unter Opposition wĂŒrde hĂ€ufig „dagegen sein aus Prinzip“ verstanden usw.

 

Diesen Hindernissen der Einheit stehen aber auch Wege der Einheit gegenĂŒber. Eine ganz wichtige Rolle spielt die Art, wie man miteinander umgeht, auch mit dem politischen Gegner. Der ehrliche Austausch ĂŒber politische Fragen, bei dem es um das Gemeinwohl geht und nicht so sehr darum, welche Partei das Sagen hat, ist ebenfalls von grundlegender Bedeutung. „OberbĂŒrgermeister Gribl (CSU) sagte neulich – so der Referent – dass nach drei Jahren die Zusammenarbeit im Rathaus ein ‚Wert an sich ist‘ und auch die persönliche Zusammenarbeit sich gut entwickelt und Vertrauen gewachsen ist.“

 

Und was kann der einfache BĂŒrger fĂŒr die Einheit in der Kommunalpolitik tun? Dr. Kiefer hat einige VorschlĂ€ge parat: Im Freundes- und Bekanntenkreis Pauschalaussagen und Vorurteilen entgegen treten; FĂ€higkeit zu Kompromissen einfordern und nicht verunglimpfen; auch den Medien die Meinung sagen, wenn sie - wie leider sehr oft - Auseinandersetzungen provozieren, hier könnten Leserbriefe wahre Wunder wirken; Politiker einladen und mit ihnen diskutieren und last not least, fĂŒr gute Politik und die Politiker beten.

 

Dem Referat schlossen sich lebhafte GesprÀche und Begegnungen der geladenen GÀste an.

 

 

 

Text: Ulrike BĂŒechl, Foto: Ursel Haaf

 

 

 

 

nach oben

Begegnung katholischer, lutherischer, anglikanischer und reformierter Geistlicher aus Deutschland, Schweden und England

Seit 2011 fahren Mitglieder des Zentrums fĂŒr SpiritualitĂ€t Ottmaring (ZSP) regelmĂ€ĂŸig zu Treffen mit schwedischen lutherischen Pfarrern. Im Rahmen der letzten Begegnung in Schweden entdeckten sie im GesprĂ€ch den Begriffder "Emmauskompetenz" - und dieser fand starke Resonanz. Die Emmaus-ErzĂ€hlung lĂ€sst sich als Krise und Kairos kirchlicher IdentitĂ€t in dieser Zeit deuten.

 Vom Donnerstagabend, den 12. 1. bis Sonntagmittag, den 15.,  fand ein Treffen statt, bei dem Bischof Ă…ke Bonnier aus Skara/Schweden zu dem Thema "Mit Ihm unter uns auf dem Weg." Erfahrungshorizonte der "Emmauskompetenz" statt. Herbert Lauenroth aus Ottmaring fĂŒhrte in einer Fortsetzung zum gleichen Thema aus, wie in unserer post-sĂ€kularen Kultur der Weg mit dem Auferstandenen und auf Ihn zu aussehen könnte.

Dr. Wilfried Hagemann, der Direktor des ZSP, das gemeinsam mit dem ökumenischen Lebenszentrum dieses Treffen ausgerichtet hatte, moderierte die Tage gemeinsam mit Dr. Erik Berggren, einem jungen Pfarrer aus Upsala, nördlich von Stockholm. Außer dem Bischof aus Skara, der schon ein langjĂ€hriger Freund ist, kamen fĂŒnf Pfarrer der lutherischen Kirche Schwedens und eine Vertreterin der katholischen Kirche. Zum ersten Mal waren auch fĂŒnf Geistliche aus England dabei.

AusflĂŒge nach Augsburg wie auch nach Dachau waren integrierender Bestandteil des Treffens. Am Ende waren alle vom Feuer und von Freude erfĂŒllt, was nur durch die Gegenwart des Auferstandenen zu erklĂ€ren ist.

 

 

 

 

 

nach oben

Besuch in der MĂŒnchener Synagoge

nach oben

Ökumene fĂ€llt nicht einfach in den Schoß

Ottmaring, Samstag 19. 3. 2016

 

Vergebung und Versöhnung zwischen den Kirchen - dieses Thema stand im Mittelpunkt eines Studiennachmittags im ökumenischen Lebenszentrum in Ottmaring. Referent war der Augsburger Regionalbischof Michael Grabow, Veranstalter das Zentrum fĂŒr SpiritualitĂ€t in Ottmaring.

 

Bischof Grabow ging bei seinem Vortrag zunĂ€chst von dem "beispiellosen Zeitalter der Versöhnung" seit Kriegsende 1945 aus. Als Beispiele nannte er unter anderem die GrĂŒndung der Vereinten Nationen, die Versöhnung der ehemaligen Erzfeinde Frankreich und Deutschland, das Aufeinander-Zugehen von Israel und Deutschland, die Ostdenkschrift der EKD und die folgende Ostpolitik, AbrĂŒstungsverhandlungen und schließlich das Fallen des Eisernen Vorhangs. Bei der Aufarbeitung der Vergangenheit - so der Regionalbischof - hĂ€tten die Kirchen eine wesentliche Rolle gespielt.

 

Doch auch im VerhĂ€ltnis der Konfessionen und Religionen zueinander seien in den letzten 60 Jahren TĂŒren geöffnet worden, die vorher ĂŒber Jahrhunderte hinweg hermetisch verschlossen schienen. Bischof Grabow ging in einem eigenen Kapitel auf seine persönlichen Erfahrungen in und mit der Ökumene ein, die oft zum Schmunzeln Anlass gaben. Dabei wurde aber auch deutlich, dass Ökumene nicht nur eine Frage von Theologen und Kirchenleitungen ist, sondern ihren Sitz im Leben der Ortsgemeinden haben muss. Inzwischen lebten und arbeiteten beide Kirchen kontinuierlich und im konstanten Austausch miteinander. "Kaum etwas geschieht ohne vorherige Absprache", sagte Grabow.

 

Anschließend ging es um drei konkrete Erfahrungen aus dem Lebenszentrum in Ottmaring. Es war bereits 1968 von zwei Gemeinschaften gegrĂŒndet worden: der Fokolar-Bewegung und der Vereinigung vom gemeinsamen Leben.

 

ZunĂ€chst berichtete Gabriele Ballweg ĂŒber "Versöhnung und Vergebung in der SpiritualitĂ€t und im Leben des Fokolars". Brigitte Horneber, Vereinigung vom gemeinsamen Leben, sprach ĂŒber die "Diakonie der Einheit als bruderschaftlichem Weg". Aus beiden Lebensberichten aus Ottmaring wurde deutlich, dass gelebte Ökumene nicht in den Schoß fĂ€llt, aber auch nie auf unĂŒberwindliche Hindernisse stĂ¶ĂŸt.

 

Wilfried Hagemann, Leiter des Zentrums fĂŒr SpiritualitĂ€t, berichtete schließlich von einem Ottmaringer Projekt: der Ökumenischen Schule. Chiara Lubich, die GrĂŒnderin der Fokolar-Bewegung, hatte sie 1981 gegrĂŒndet. Sie wollte damit den Angehörigen der Fokolar-Bewegung, die zu verschiedenen Kirchen gehören, die Möglichkeit geben, einander auch im Glauben, in der Geschichte und in der Tradition der jeweiligen Kirche besser kennenzulernen. "Wesentlich fĂŒr das Gelingen - so Wilfried Hagemann - ist die Begegnung und der Austausch unter den Referentinnen und Referenten beider Kirchen." Sie erarbeiten die Referate gemeinsam. Dieser Dialog der Dozenten untereinander ist das eigentliche Lernmodell fĂŒr die Kursteilnehmer.

 

                                                              Text: Ulrike BĂŒechl; Foto: Maria Kny

 

 

 

 

 

nach oben

METROPOLIT SERAFIM JOANTA AUS NÜRNBERG ZU BESUCH

Am Donnerstag, dem 3. Dezember, hatten wir die besondere Freude den Metropoliten der RumĂ€nischen Orthodoxen Kirche fĂŒr Deutschland, Zentral- und Nordeuropa, Dr. Serafim Joanta, bei unserem SpiritualitĂ€tsabend begrĂŒĂŸen zu dĂŒrfen. Er hat vor etlichen Jahren Chiara Lubich kennen gelernt und wollte es sich nehmen lassen, eigens aus NĂŒrnberg zu kommen und ĂŒber orthodoxe SpiritualitĂ€t, Liturgie unter besonderer BerĂŒcksichtigung des Abendmahls zu sprechen. Sein lebendiges Zeugnis und seine persönliche Einfachheit haben einen starken Eindruck bei uns hinterlassen.

 

 

 

nach oben


 

 

 

nach oben

nach oben

nach oben

nach oben


Ökumenisches Lebenszentrum Ottmaring Geschichte und Vision

nach oben