Herzlich willkommen
... auf der Homepage des Ökumenischen Lebenszentrums Ottmaring. Hier informieren wir Sie über unser Leben und das, was uns bewegt.
Emmaus Maria Voce und Giancarlo Faletti vom Zentrum der Fokolar-Bewegung wieder in Ottmaring!

- Michel Pochet "Emmaus"
Im Augenblick des Brotbrechens entschwand Er ihren Blicken, aber ihre Herzen brannten.
Dieses Feuer der Weggemeinschaft mit dem Auferstandenen beseelt uns im ÖLZ in diesem Jahr.
Maria Voce, die jetztige Präsidentin der Fokolar-Bewegung, hat von Chiara Lubich den neuen Namen "Emmaus" bekommen. Seit Ihrer Ernennung 2008 lädt sie beständig dazu ein, mit Jesus in der Mitte unterwegs zu sein und zu bleiben.
Gemeinsam mit Giancarlo Faletti, ihrem engsten Mitarbeiter und anderen Fokolaren (Lourdes und Iride hat vielleicht schon jemand in diesen Tagen getroffen) wird sie vom 30. Mai bis zum 2. Juni hier bei uns in Ottmaring zu Gast sein. Herzlich willkommen!
P.S.: Der Verlag Neue Stadt hat in diesen Tagen die Übersetzung eines Interview-Buches fertiggestellt, in dem sie sehr offen auf teilweise sehr unbekümmerte Fragen antwortet.
NEUJAHRSEMPFANG 2013
70 geladene Gäste beim Neujahrsempfang am Vormittag des 20. Januar und 180 Teilnehmer beim "Ökumenischen Nachmittag" - eine überraschend hohe Beteiligung angesichts der parallel stattfindenden Feierlichkeiten in Friedberg: der Einweihung der neuen Pallottikirche und die Feierlichkeiten anlässlich des 50. Jahrestages der Heiligsprechung von Vinzenz Pallotti.
Matthias Stegmeir (CSU), Vertreter zahlreicher ortsansässiger Unternehmen, der Stadtsparkasse und der Pfarreiengemeinschaft Ottmaring hatten sich eingefunden. Auch Pallottiner-Pater Sascha-Philipp Geißler, Wallfahrtsdirektor in Hergottsruh, war trotz der großen Feierlichkeiten gekommen, um die lebendigen Beziehungen zum Ökumenischen Lebenszentrum unter Beweis zu stellen, eine Geste echter Freundschaft.
"Der Sinn des Menschen ist, lebendige Grenze zu sein und dieses Leben der Grenze auf sich zu nehmen und durchzutragen". Renata Simon von der Fokolar-Bewegung bezog sich in ihrer Einleitung auf den Satz des Religionsphilosophen Romano Guardini aus der Einladung. Ungebrochene Effizienz, Perfektion, ständige zeitliche und örtliche Flexibilität seien in unserer Gesellschaft permanent verlangt. Gefragt scheine ein Menschentyp, der keine Grenzen an Intelligenz, Kreativität, Belastbarkeit, Gesundheit, zeitlicher Einschränkung aufgrund familiärer und sozialer Verpflichtungen aufweise. Simon ermutigte die Gäste, ihre Grenzen zuzugeben und dadurch bei anderen Hilfe, Unterstützung und Solidarität in Gang zu setzen, denn "Grenzen, die sich öffnen, die durchlässig werden, könnten den Zusammenhalt unseres Sozialwesens im Kleinen wie im Großen festigen".
Im anschließenden Jahresrückblick wurde die Vielfalt des Engagements des Ökumenischen Lebenszentrums sichtbar: Vom freundschaftlicher Kontakt zu Asylbewerbern aus Afrika, über die sorgende Nachbarschaft für ältere Bewohner innerhalb und außerhalb des Zentrums, eine Kinderfreizeit im Sommer, Gastfreundschaft für Pallottiner und ihre Gäste, die durch den Umbau ihres Zentrums vorübergehend "obdachlos" geworden waren, Orientierungstage für Schulgruppen aus München und Augsburg, Mitarbeit beim ökumenischen Netzwerk Kairos in Augsburg, Auszeichnung der Jugendlichen des Zentrums mit dem "Aufwindpreis" der Stadtsparkasse Friedberg und vieles mehr.
Im Schlusswort beglückwünschte der stellvertretende Landrat Matthias Stegmeir, auch im Namen von Landrat Christian Knauer zu ihrem Engagement in der Region: "Ihre, unsere Vision einer menschlichen Gesellschaft durch eine christliche Prägung bedeutet wahre Lebensqualität in Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Menschenwürde."
Zuversicht strahlte auch der Politiker selbst aus, der eine positive Bilanz von "seinem" Landkreis zog: 32.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen, der bisher höchste Arbeitsplatzbestand; drei Gymnasien wohnortnah (mit Mering im Herbst 2013); Interessanter Berührungspunkt mit dem Ottmaringer Lebenszentrum: Eine neugegründete Freiwilligenagentur im Landratsamt soll sich auch um Nachbarschaftshilfe kümmern soll.
Musikalisch gestaltet wurde der Vormittag am Klavier von Gereon Trier, Direktor des Friedberger Kammerorchesters und Emmanuelle Blondeau, Flötistin aus Ottmaring. (Fotos Ursel Haaf)

- Angeregte Gespräche I

- Angeregte Gespräche II

- Susanne Heß und Ludger Elfgen berichten über das Leben des Zentrums

- Stellvertretender Landrat Matthias Stegmeir (CSU)

- Musikalische Begleitung durch Emmanuelle Blondeau und Gereon Trier (Direktor des Friedberger Kammerorchesters)
Am gleichen Tag:
ÖKUMENISCHER NACHMITTAG 2013
Sonntag, 20.Januar 2013 im Rahmen der Gebetswoche für die Einheit
der Christen
MIT GOTT GEHEN (Micha 6)
"Geh mit Gott!" (Micha 6,8) Dieser Appell aus dem Buch Micha wurde von der bekannten Religionsphilosophin Hanna Barbara Gerl-Falkovitz zum Ausgangspunkt einer phänomenologischen Besinnung genommen, bei der sie der Frage nachspürte, was die Weg-Metapher heute für uns als Christen bedeuten kann.
Sie wartete dabei immer wieder mit Überraschungen auf, weil sie nicht so sehr Theologen, sondern säkulare Texte wie die Artus-Sage oder auch die Thomas Manns befragte. Bei der Artus-Sage hob sie die Möglichkeit einer Verfehlung des Ziels hervor, die Verführung ein Vorläufiges für etwas Endgültiges zu halten.
Im französischen "adventure", das im Deutschen zu "Abenteuer" verballhornt wurde, steckt das lateinische Wort "adventus", Ankunft. Somit eine ganz andere Auffassung von Zukunft als das "Futur", das einfach die aufeinanderfolgende Zeit meint. "Adventus" meint hingegen, dass wir schon jetzt im Vorschein des auf uns zu Kommenden leben können. Die Referentin schloss mit einem Ausblick auf die "goldene Stadt" und mit einer Art Verabredung mit möglichst allen dort. Herbert Lauenroth von der Fokolar-Bewegung gab hingegen nach dem langen, warmen Applaus sicher dem Wunsch aller Versammelten nach einem baldigeren Wiedersehen Ausdruck.
Nebenbei bemerkt war die Besinnung auf die Themen Weg und Unterwegssein auch deshalb besonders an der Zeit, weil das Zweite Vatikanische Konzil nun 50 Jahre zurück liegt. Bei diesem Konzil fand ein bemerkenswerter Wandel im Selbstbild der katholischen Kirche Ausdruck: die Kirche als wanderndes Gottesvolk und nicht mehr so sehr als unerschüttliches, auf den Säulen der Apostel ruhendes Gebäude. Von diesem Paradigmenwechsel vom Statischen zum Dynamischen hoffen wir, das er irreversibel ist. Aus dieser Hoffnung speist sich auch unsere Zuversicht für den Weg der Ökumene, eine Hoffnung die zugegeben langen Atem braucht.
Im abschließenden gemeinsamen Gebet in der ökumenischen Kapelle wurde an der Tatsache, dass die Texte von indischen "Dalit", Unberührbaren vorbereitet worden waren, deutlich, dass unser gemeinsamer Weg auch die Hoffnung bedeutet, in Jahrtausenden festgewachsene Ungerechtigkeiten wie das Kastensystem zu überwinden. (Peter Seifert, Foto: Ursel Haaf)
"Frischer Wind" 18. 10. 2012
Zwei Jugendprojekte haben am letzten Donnerstag in Ottmaring den Jugendpreis "FrischerWind" der Stiftung "Aufwind", der Kinder- und Jugendstiftung der Stadtsparkasse Augsburg erhalten. Stiftungsratsvorsitzender und Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Augsburg, Rolf Settelmeier, prämierte Simone Uhl vom Projekt GamePäd für ihre Initiative einer Jugend-LAN-Party "LVL-Up" und Ludger Elfgen von der Fokolar-Bewegung für sein Jugend-Aktionsprogramm "Let's Bridge".
"Wir mögen ja manchmal als Sparkasse etwas bieder und gesetzt daherkommen, aber mit unserem Stiftungspreis 'Frischer Wind' wollen wir ganz bewusst neue, junge Ideen und Initiativen ermutigen und fördern" eröffnete Rolf Settelmeier schmunzelnd die Preisverleihung.
Vor gespanntem jungem Publikum machte er deutlich, was die Jury zur Auswahl der Preisträger bewogen hatte: Mit dem Seminar über Computerspiele "LVL-Up" initiiert von Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen sei es gelungen, Jugendlichen nachhaltig Medienkompetenz zu vermitteln und mediale Inhaltein pädagogisch wertvoller Weise mit realen Erfahrungen zu verbinden.
Dem Team der Fokolar-Bewegung gratulierte er zu zahlreichen Veranstaltungen und Aktionenunter dem Motto "Let's Bridge", mit denen sie Brücken geschlagen hätten zwischen Menschen unterschiedlicher Nationen, Kulturen und Generationen. In Vertretung der beiden Schirmherren der Preisverleihung, dem ersten Bürgermeister der Stadt Friedberg, Dr. Peter Bergmair und dem Oberbürgermeister der Stadt Augsburg, Dr. Kurt Gribl, sprachen Roland Fuchs, der zweite Bürgermeister von Friedberg und Hermann Köhler, Leiter des Referats Schule und Bildung der Stadt Augsburg. Beide unterstrichen, wie sehr sie die jugendliche Dynamik und das Potential in den Jugendprojekten schätzten und zeigten sich beeindruckt vom begeisternden Engagement der Preisträger.
Nachdem die Preisträger mit Bildern und Life-Berichten von Teilnehmern Gelegenheit hatten ihre Projektergebnisse vorzustellen, eröffnete die Vorsitzende der Stiftung "Aufwind", Ursula Brandhorst, die neue Bewerbungsphase für den Jugendpreis "Frischer Wind" 2012. Dazu konnte erstmals ein prominenter Vertreter aus der Sportwelt als Botschafter gewonnen werden, der auch mit dem neuen Facebook-Auftritt des Jugendpreises vorgestellt wird: Der Torwart des FC Augsburg, Simon Jentzsch, warb für die Teilnahme an der neuen Preisvergabe, bei der die Stiftung "Aufwind" 5.000 Euro für gute Ideen und nachhaltiges Engagement für Kinder und Jugendliche zur Verfügung stellt.
"Ich habe selbst in meiner Jugend von Unterstützung und Förderung durch solche Organisationen und Initiativen profitiert und weiß,wie wichtig auch im Sport Teamgeist und Zusammenhalt sind. Deshalb mache ich mich stark für diesen Preis und freue mich, wenn sich viele Projekte bewerben!" ermutigte dererfolgreiche Fußballer die Anwesenden und stand anschließend den jungen Fans für persönlichen Kontakt und Autogramme zur Verfügung.
Künstlerisch umrahmt wurde der Abend von der "Street Academy", die mit einer mitreißenden Showeinlage ihr Können in Tanz und Jonglage zeigte und der Band "Let's Bridge", die musikalisch den jugendlichen Akzent der Preisverleihung unterstrich. Zum Ausklang konnten sich die Jugendlichen bei einer Disco austoben.



