HERZLICH WILLKOMMEN

... auf der Homepage des Ökumenischen Lebenszentrums Ottmaring. Hier informieren wir Sie über unser Leben und das, was uns bewegt.

 

 

 

 

 

                                         "Wo bist du, Sonne, blieben?
                                           Die Nacht hat dich vertrieben,
                                           die Nacht, des Tages Feind.
                                           Fahr hin, ein andre Sonne,
                                           mein Jesus, meine Wonne,
                                           gar hell in meinem Herzen scheint."

 

                                           (Paul Gerhardt, Nun ruhen alle Wälder, 1647)

 

 

 

 

In diesem Winter fühlen wir die Macht des Todes besonders schmerzhaft, denn innerhalb weniger Wochen sind mehrere unserer Geschwister von uns gegangen.

 

Als erster  Pfarrer Michael Decker (Schongau Obb., 05.04.1953 - 12.01.2015), der in langer Krankheit sich auf den Tod vorbereitet hat und relativ jung sterben musste. Wir denken im Gebet an Anne, seine Witwe, und die Hinterbliebenen.

 

"Leben wir, so leben wir dem Herrn, sterben wir, so sterben wir im Herrn. Darum: Wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn." (Röm 14,8)

 

 

 

Pfarrer Michael Decker 05.04.1953 - 12.01.2015

 

 

Kaum zwei Wochen später, am 25. 01. 2015, folgte ihm Diakon Bruder Walter Pollmer (Hof Nordb. 11. 09. 1928 - 25.01. 2015), der noch länger für die Präsenz der Bruderschaften in Ottmaring bestimmend gewesen war.

 

Er hat seit Ende der 60er Jahre gemeinsam mit Bruder Günter Rattey in Ottmaring gelebt und zeit seines Lebens seine schwere körperliche Behinderung mit bewundernswerter Tapferkeit getragen.

 

Auch er hinterlässt eine schmerzliche Lücke.

 

"Über dir geht auf der Herr uns seine Herrlichkeit erscheint über dir." (Jes. 60,2)

 

 

Bruder Walter Pollmer 11. 09. 1928 - 25.01. 2015

 

 

Eine Woche später starb dann Karl Reipert (02.07.1922 - 01.02. 2015).

 

Er hat mit seiner Frau Elfriede vom 01.11.1972 bis 30.08.2010 in Ottmaring gelebt und war zuletzt in einem Altenheim.

 

Das Ehepaar Reipert gehörte zur "Bruderschaft vom Gemeinsamen Leben" und zog es vor, vor allem im Verborgenen zu wirken.

 

Auch seiner gedenken wir im Gebet.

 

"Habe deine Lust am HERRN; der wird dir geben, was dein Herz wünscht."

                                                                                                          (Ps. 37,4)

 

 

 

 

Karl Reipert 02. 07. 1922 - 01. 02. 2015

 

 

Im gesegneten Alter von 92 Jahren starb dann keine Woche später Maria Rütters    ( 12.12. 1922 - 09. 02. 2015),  die zu den wenigen katholischen Mitgliedern der Bruderschaft vom gemeinsamen Leben gehörte und auch schon Anfang der 70er nach Ottmaring gekommen war.

 

Bis in die jüngste Vergangenheit hinein wirkte sie bei Veranstaltungen des Ökumenischen Lebenszentrums lebendig mit und war erst in der letzten Zeit schwer krank.

 

"Du oh Gott, bist der Gott meines Herzens, mein Anteil in Ewigkeit."

 

                                                                                     Maria Rütters

 

 

 

 

Maria Rütters 12. 12. 1922 - 09.02. 2015

 

 

Sehr unerwartet kam der Tod von Ralf Endres (27. 09. 1939 Goslar  -  11. 02. 2015 Ottmaring).

 

Ralf und Heidrun Endres waren wie die Künstlerfamilien Heinsdorff und Lindner auch schon Anfang der 70er Jahre als Teil der Münchener Hauskreise des CVJM mit der jungen ökumenischen Siedlung bekannt geworden und kurzerhand hierher gezogen.

 

Ralf entfaltete hier eine erste Wirkungsstätte als Architekt und wirkte hier weiter mit Rat und Tat.

 

Wir denken im Gebet auch an Heidrun, an die drei erwachsenen Söhne und die beiden erwachsenen Töchter.

 


"Ich vergesse, was hinter mir liegt, und strecke mich aus nach dem, was vor mir ist."  (Phil 3, 13)

 

 

 

 

Ralf Endres 27. 09. 1939 - 11. 02. 2015

Ökumenischer Nachmittag 2015

Am 25. Januar fand  der traditionelle "Ökumenische Nachmittag" im Rahmen der "Weltgebetswoche für die Einheit der Christen" statt. Die Veranstaltung stand im Zeichen der aktuellen Ereignisse in Frankreich.

 

Die jüngsten Attentate in Paris haben auf dramatische Weise gezeigt, dass Freiheit und Demokratie nur Bestand haben, wenn sie auf dem Respekt vor der politischen, kulturellen und religiösen Verschiedenheit einer Gesellschaft beruhen. Auch die diesjährige ökumenische Begegnung stand in Beziehung zu den Terroranschlägen: Gérard Testard aus Paris ? Mitglied im Leitungsteam des Netzwerkes christlicher Bewegungen "Miteinander für Europa" und Gründer und Präsident der interreligiösen Initiative "Ephesia" - berichtete über jüngste Entwicklungen im Dialog zwischen Christen und Muslimen: "Die Einheit des Geistes durch das Band des Friedens" (Eph 4,3).

 

"Der gewaltsame Tod ist plötzlich bei uns eingebrochen, wir hatten den Eindruck, unseren '11. September' zu leben und spürten das Bedürfnis, uns zu den Grundwerten unserer Republik zu bekennen, zur Freiheit des Gewissens, zur Stärke der Demokratie, zum bürgerlichen Recht auf Vielfalt der Weltanschauungen und Glaubensbekenntnisse. Zugleich aber stellte sich die Frage nach dem Maß der Meinungsfreiheit und dem Respekt gegenüber anderen. Es gab sehr unterschiedliche Meinungen dazu. Der Anwalt der Zeitschrift 'Charlie Hebdo' beispielsweise vertrat mit großer Überzeugung die etwas seltsame These: 'Das Recht auf Blasphemie ist heilig'. Doch trotz aller widerstreitenden Diskussionen, herrschte bei der großen Demo am 11. Januar, aber auch bei spontanen kleineren Kundgebungen eine große Würde, ohne Reaktionen des Hassers und der Gewalt?Die aufgewühlten Emotionen lösten im Land und weit darüber hinaus die Mobilisierung aller Bürger für die Einheit aus.

 

Und wir Christen feiern nun die Woche der Einheit nach einem biblischen Text im Johannesevangelium: 'Gib mir zu trinken' (Joh 4,7). Die Begegnung Jesu mit der Frau aus Samarien am Jakobsbrunnen weist uns den Weg gerade in dieser Situation: Jesus reißt die von Menschen gezogenen Grenzen nieder und gibt sich als Retter der Welt zu erkennen. Die aktuellen Ereignisse verpflichten uns Christen dazu, für die Einheit zu arbeiten, wobei die Mission für die Einheit weit über die christliche Welt hinaus geht. Es ist Dringlichkeit geboten angesichts der Gefahren des Terrorismus, der Gewalt und des inakzeptablen Fanatismus."

 

Die rund 100 Teilnehmer, darunter die evangelische Stadtdekanin von Augsburg, Susanne Kasch, hörten diesem Zeitzeugen mit großem Interesse zu, als er - belegt durch persönliche Erfahrungen - aufwies, wie dieser Weg zur Einheit ("Das Leben der Einheit ist ein ununterbrochener Weg der Vergebung, die geschenkt und empfangen wird") beschritten werden kann, einer weltumspannenden Einheit, die weit über Religionsgrenzen hinausgeht.

 

 "Die Herausforderung des 21. Jahrhunderts ist nicht mehr die Ökumene, sondern der Dialog mit dem Islam." Dazu hatte der Referent interessante Begebenheiten zu berichten, die sich auf diesen Dialog bezogen, der die Unterstützung des Rates der Muslime in Frankreich und der französischen Bischofskonferenz erfährt.

 

Ephesia ist 2007 im Libanon entstanden. "Christen und Muslime treffen sich regelmäßig am 25. März, dem Tag der Verkündigung, denn Maria wird auch von Muslimen sehr stark verehrt. In weniger als vier Jahren führte der Erfolg dieser Versammlungen dazu, dass die libanesischen Behörden den Tag des 25. März zum islamisch-christlichen, arbeitsfreien, nationalen Feiertag der Verkündigung erklärten, dem ersten gemeinsamen Feiertag in der Geschichte des Landes."

 

Der ökumenische Nachmittag fand seinen Abschluss mit einem gemeinsamen Gebet nach den Texten der Weltgebetswoche, die in diesem Jahr in Brasilien vorbereitet wurden. Man spürte dabei die Betroffenheit der Teilnehmer und ihren Wunsch, den Ereignissen in der Welt nicht tatenlos zuzusehen. Gérard Testard zitierte den französischen Schriftsteller Georges Bernanos, der dieses Anliegen auf den Punkt bringt: "Die moderne Welt ist darauf angewiesen, befreiende Stimmen zu hören. Die befreienden Stimmen sind keine besänftigenden Stimmen, keine beruhigenden Stimmen. Sie geben sich nicht damit zufrieden, auf die Zukunft zu warten, wie man auf einen Zug wartet. Die Zukunft ist etwas, das erobert wird. Man lässt die Zukunft nicht über sich ergehen, man schafft sie."

Text: Ulli Büechl Fotos: Maria Kny

 

 

GÉRARD TESTARD
DER SAAL
FRAGEN UND ANTWORTEN
DIRK KENNIS, ALS ÜBERSETZER EINGEFLOGEN
LA FRANCOPHONIE

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Neujahrsempfang 2015

Am Sonntag, den 18. Januar, fand unser diesjähriger Neujahrsempfang statt, der immer mehr zu einer Veranstaltung zu werden scheint, die zahlreiche Vertreter aus der Politik, der Wirtschaft und dem öffentlichen Leben in ihrem Terminkalender vormerken.

Dieses Mal hatten wir keine Referenten von deutschlandweitem Renommée, dafür hat der unmittelbare Praxisbezug des Gesagten großen Anklang gefunden. Hier ein Link, der die Sicht der Augsburger Allgemeinen wiedergibt:

www.augsburger-allgemeine.de/friedberg/Boxenstopp-fuer-Unternehmer-id32704817.html


 

 

 


Ökumenisches Lebenszentrum Ottmaring Geschichte und Vision