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HERZLICH WILLKOMMEN

... auf der Homepage des Ökumenischen Lebenszentrums Ottmaring. Hier informieren wir Sie ĂŒber unser Leben und das, was uns bewegt.

 

 

 

 

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Besuch einer ökumenischen Gruppe aus Hong Kong vom 30. Mai bis zum 1. Juni

Die Gruppe von 24 Vertretern verschiedener Kirchen in Hong Kong kam am Dienstag, den 30. Mai, mit dem Reisebus aus Zwochau rechtzeitig zum Abendessen an. Im Anschluss wurde von Brigitte Horneber und Maria Kny das ökumenische Lebenszentrum vorgestellt und die Gruppe hat gemeinsam eine Hymne vorgetragen. Es waren neben Vertretern der katholischen Kirche Anglikaner mit einem Bischof, Lutheraner, Methodisten, die Basel Mission, die Heilsarmee und andere nur in Hong Kong vertretene Kirchen dabei.

 

Die Gruppe war am Tag zuvor in Berlin gelandet, schnurstracks nach Wittenberg gefahren, um dann in Zwochau zu ĂŒbernachten. Dort haben sie am Dienstagmorgen vom emeritierten Bischof Reinelt erfahren, wie die Geschichte der Kirche in der Zeit der DDR gewesen ist.

 

Die Reise war aus Anlass des BegĂ€ngnis von 500 Jahren seit Luthers Thesenanschlag in Wittenberg organisiert worden. Die weiteren Stationen nach Ottmaring/Augsburg waren dann Trient und vor allem Rom. Am 8. Juni ging es zurĂŒck nach Hong Kong.

 

Am 31. Mai ging es nach einer historischen EinfĂŒhrung nach Augsburg, wo wir zunĂ€chst das Rathaus mit dem Goldenen Saal gezeigt haben, was auch Gelegenheit gab, vom Augsburger Friedenspreis fĂŒr Chiara Lubich 1988 zu berichten und von ihrer richtungweisenden Einladung damals, von der Augsburger ParitĂ€t zur "Augsburger Einheit" fortzuschreiten.

 

In St. Anna hatten wir uns mit Stadtdekanin Susanne Kasch verabredet, und sie hat uns diese Kirche und ihre Bedeutung fĂŒr die Reformation nahe gebracht. In St. Moritz berichtete Luisa Sello von der Initiative "Punkt 7", des Weiteren haben wir die Maximiliansstraße mit dem Fugger-Palais und in der Ferne St.Ulrich und Afra besichtigt.

 

Am Abend nahm die Gruppe am allwöchentlichen Abendmahlsgottesdienst in der ökumenischen Kapelle in Ottmaring teil. Im Anschluss machten Erfahrungen deutlich, dass es in Augsburg ökumenische Zusammenarbeit praktischer Art gibt.

 

Der abschließende gemeinsame Vormittag am Donnerstag, dem 1. Juni,  stand im Zeichen dieser ökumenischen Initiativen in Augsburg Ottmaring. In Interviewform kamen Pfarrer Gottlob Heß und Bruder GĂŒnther Rattey zu Wort. Gottlob Heß berichtete von dem Netzwerk  unter etwa zwanzig Pfarrern verschiedener Kirchen in und um Augsburg. Das Geheimnis der Gemeinschaft, die unter ihnen gewachsen ist, lag darin, dass es bei ihrem Austausch nie um theologische Differenzen ging, sondern um die Geschichte ihrer Begegnung mit Christus. Bruder GĂŒnther Rattey hob ausgehend von Philipper 2 hervor, dass es unter Christen verschiedener Denominationen nicht ausreicht, sich zu vergeben und sich auszusöhnen, sondern dass die SelbstentĂ€ußerung so weit gehen muss, dass man die Gaben Gottes fĂŒr diesen Dialog hintanstellt, verliert. Außerdem wurde das "Miteinander fĂŒr Europa" vorgestellt.

Die musikalische Untermalung wurde von Ludger und Marilen Elfgen gemeinsam mit Gotthard Kern in einem improvisierten Trio beigesteuert.

 

Die GĂ€ste aus Hong Kong waren von ihrem Aufenthalt bei uns so beeindruckt, dass sie den Wunsch Ă€ußerten, ein Ă€hnliches Zentrum wie Ottmaring auch in Hong Kong ins Leben zu rufen.

 

Zweifellos war der Besuch in Ottmaring ein Höhepunkt auf dieser an Höhepunkten reichen Reise. In Rom trafen sie mit dem anglikanischen Erzbischof David Moxon, mit Kardinal Kurt Koch und - die am meisten unvergessliche Begegnung – mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz zusammen, wovon wir ein Foto beisteuern.

 

(Text: Peter Seifert; Fotos: Ursel Haaf, Maria Kny et al.)

 

 

 

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ÖLZ-Ausflug nach Wien vom 29. 4. bis zu 1. 5. 2017

In diesem Jahr fuhren zu unserem schon traditionellen ÖLZ-Ausflug knapp dreißig Personen mit, bunt gemischt aus Fokolar-Bewegung, der Vereinigung vom gemeinsamen Leben und noch ein paar special guests. Erste Reiseetappe war das Stift Melk, eine imposante Benediktinerabtei am Eingang der Wachau. Die Geschichte des Klosters wurde uns von Brigitte Horneber sehr lebendig vor Augen gefĂŒhrt: sie zeigt den mehrfachen Wechsel von Zeiten der BlĂŒte und des Niedergangs christlichen Lebens in diesem Kernland Europas.

 Am spĂ€ten Nachmittag trafen wir im Dialoghotel Wien Am Spiegeln (dem Zentrum der Fokolar-Bewegung fĂŒr Deutschland/Österreich/Schweiz) ein. Wir fĂŒhlten uns in diesem Haus – das durch seine Architektur und Innengestaltung sehr anspricht - sofort aufs Herzlichste willkommen. (KĂŒnstlerische Gestaltung der Kapelle: Annemarie Baumgarten und Roberto Cipollone).

Unser Wunsch nach Begegnung fand einen ersten Höhepunkt am Abend, als uns die Mitarbeiter dieses Zentrums teilhaben ließen an dessen Geschichte und Perspektiven.

 

Der Sonntag war bei schönstem Wetter dem Besuch der Innenstadt gewidmet: das historische Wien, das Wien der Kunst und das Wien der KaffeehĂ€user – in drei Gruppen konnten so unterschiedliche WĂŒnsche erfĂŒllt werden.

Ein Höhepunkt war dann am spĂ€ten Nachmittag die Begegnung mit Mitgliedern von „Miteinander von Europa“ in Österreich, bei der wir in einen regen Erfahrungsaustausch kamen.

Und am Abend warteten zwei Programme zur Auswahl: der Besuch in der Volksoper mit dem Musical "Der Mann von La Mancha" oder "Heuriger" in einem urigen Weinlokal. Da fiel die Wahl schwer!

Der Montag war bestimmt von den Besuchen in den nahe gelegenen Frauen – und MĂ€nner-Fokolaren. Dort erwarteten uns einige Stunden unerwarteter IntensitĂ€t, z.B. bei einem Moment der Meditation, der sehr berĂŒhrte und uns in einen tiefen geschwisterlichen Gedankenaustausch fĂŒhrte. Der abschließende gemeinsame Gottesdienst hat Viele und Vieles sehr bewegt.

Nach einem einfachen Imbiss nahmen wir Abschied und setzten auf der Heimfahrt den schon auf der Hinfahrt begonnenen intensiven Austausch fort: ein Ausflug der noch lange nachwirken wird.

 

  (Text: Peter Seifert, Maria Kny; Fotos: Maria Kny, Ursel Haaf)

 

 

 

 

 

 

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Besuch des Generalrats der Fokolar-Bewegung in Ottmaring

In der Woche vom 19. bis zum 26. Februar 2017 kam der Generalrat der Fokolar-Bewegung fĂŒr eine Klausur-Tagung nach Ottmaring. Obwohl einige Mitglieder des Generalrats wie Renata Simon, Diego Goller und Severin Schmid auf eine langjĂ€hrige Verbundenheit mit dem Ökumenischen Lebenszentrum zurĂŒckblicken können, war es fĂŒr viele seiner 65 Mitglieder eine Erfahrung, die Augen und Herzen fĂŒr die Besonderheit der Ökumene in Ottmaring geöffnet hat.

 

Insbesondere war es eine Gelegenheit die Gemeinschaft vom Gemeinsamen Leben tiefer kennenzulernen. Der Generalrat hatte in diesen Tagen ein dichtes Programm, aber in verschiedenen Momenten stand die Ökumene in Ottmaring, die Ökumene in Deutschland, und die Stadt Augsburg, die an einem Nachmittag besucht wurde, im Mittelpunkt. In Augsburg hat der 3. BĂŒrgermeister Dr. Stefan Kiefer Rathaus und Goldenen Saal vorgestellt, in St. Anna die Stadtdekanin Susanne Kasch ĂŒber die Bedeutung dieser Kirche fĂŒr das Luthertum gesprochen.

 

Der Generalrat hat der Begegnung in Ottmaring so viel Wichtigkeit beigemessen, dass er eine "Ottmaringer ErklĂ€rung" veröffentlicht hat, die sich als Antwort auf das wichtige Ereignis zwischen Luthertum und katholischer Kirche Ende Oktober 2016 in Lund/Schweden versteht und als eine Art Weckruf besonders nach Innen, denn das ökumenische Anliegen wird in der Fokolar-Bewegung, die vor allem in vielen Nationen verbreitet ist, die traditionell ĂŒberwiegend katholisch waren, nicht ĂŒberall in der gleichen Dringlichkeit empfunden.

 

Neben einem Besuch im KZ Dachau war auch Zeit fĂŒr zwei spontan anberaumte ZusammenkĂŒnfte mit den Bewohnern des ökumenischen Lebenszentrums: eine Stunde am Freitagmittag, bei der der Generalrat möglichst frisch seine EindrĂŒcke ĂŒber das ökumenische Lebenszentrum mitteilen wollte, und ein improvisiertes "Oktoberfest" am Samstagabend. (Text: Peter Seifert; Fotos: Ursel Haaf; "Ottmaringer ErklĂ€rung" im PDF-Link unten)

 

 

 

 

 

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Ökumenischer Nachmittag 2017

Am Sonntag, den 22. Januar 2017 kamen wir am Nachmittag um 14:30 Uhr im Begegnungszentrum Ottmaring im Rahmen der diesjĂ€hrigen Weltgebetswoche fĂŒr die Einheit der Christen zum Thema "Begegnung - Versöhnung - Zukunft Ökumenische Perspektiven fĂŒr Europa" zusammen.

 

Sr. M. Emanuela Tieze aus Sießen gab nach dem anfĂ€nglichen Stehkaffee einen Impuls von großer geistlicher Tiefe: "Versöhnung - Die Liebe Christi drĂ€ngt uns" (2 Kor 5, 14-20). Die Ikone von der Taufe Christi, auf der Christus "in den Riss" geht, machte einen nachhaltigen Eindruck. 

 

Anschließend gab das GesprĂ€ch zwischen Gerhard Proß vom CVJM Esslingen und Brigitte Horneber und Herbert Lauenroth vom Ökumenischen Lebenszentrum Ottmaring wichtige Einblicke in das Miteinander fĂŒr Europa nach dem wichtigen Ereignis in MĂŒnchen vom 30. Juni bis zum 2. Juli 2016.

 

 

 

 

 

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Neujahrsempfang im Ökumenischen Lebenszentrum am 15. 1. 2017

Rund 80 GĂ€ste kamen zum traditionellen Neujahrsempfang des Ökumenischen Lebenszentrums am 15. Januar nach Ottmaring: Kommunalpolitiker unterschiedlicher Parteien, Vertreter der Kirchen und in Friedberg ansĂ€ssiger Handwerksbetriebe und GeschĂ€fte sowie viele Freunde des Ökumenischen Lebenszentrums.

 

Zu Beginn gab Claudia Hubert von der Fokolar-Bewegung einen kurzen und aufschlussreichen RĂŒckblick ĂŒber einige Highlights des Ökumenischen Lebenszentrums im vergangenen Jahr. Darunter die Aufnahme von sieben minderjĂ€hrigen unbegleiteten FlĂŒchtlingen aus Afghanistan und eines erwachsenen FlĂŒchtlings aus Syrien; das ökumenische Bischofstreffen mit 25 Bischöfen verschiedener Kirchen aus aller Welt; eine Sommerfreizeit (R-auszeit) fĂŒr rund 100 Jugendliche aus Deutschland und den NachbarlĂ€ndern


 

Dann folgte das Hauptreferat auf dem diesjÀhrigen Neujahrsempfang, der immer wieder musikalisch professionell umrahmt wurde durch Iris Lichtinger (Flöte) und Marlis Neumann (Harfe).

 

Referent war der 3. BĂŒrgermeister von Augsburg und Sozialreferent der Stadt, Dr. Stefan Kiefer (SPD), der seine Rede unter das Thema stellte: "Vom Lagerdenken zur Einheit – Ansichten eines Christen nach 15 Jahren kommunalpolitischem Einsatz".

 

Er begann mit einem kurzen historischen RĂŒckblick vom Augsburger Religionsfrieden 1555 bis ins Jahr 2017 mit der Quintessenz, dass – aus welchen GrĂŒnden auch immer – keine Partei in der Stadt Augsburg jemals die absolute Mehrheit erreicht hĂ€tte. In Augsburg seien die Politiker von jeher gezwungen, zusammen zu arbeiten, ob sie nun wollten oder nicht. Dr. Kiefer schilderte in geradezu vergnĂŒglicher Offenheit und mit Sachkompetenz gespickt die Höhen und Tiefen der Zusammenarbeit von CSU und SPD - spĂ€ter kamen auch die GrĂŒnen zu dieser Koalition hinzu - aus den Jahren seiner Arbeit im Augsburger Stadtrat von 2002 bis heute.

 

Beeindruckend war dabei, dass er keine Spitzen verteilte, keine noch so kleine Schuld zuwies, auf niemanden mit dem Finger zeigte oder Parteiinteressen gelten ließ. Es ging ihm einfach darum, aus der Praxis aufzuzeigen, dass der Weg zur Einheit, auch zur politischen Einheit, durchaus mĂŒhsam, aber möglich ist. Hindernisse fehlen auf diesem Weg nicht: die einen finden Einheit fad und streiten lieber; die anderen reden, wenn sie von Kompromissen reden, grundsĂ€tzlich von „faulen Kompromissen“; unter Opposition wĂŒrde hĂ€ufig „dagegen sein aus Prinzip“ verstanden usw.

 

Diesen Hindernissen der Einheit stehen aber auch Wege der Einheit gegenĂŒber. Eine ganz wichtige Rolle spielt die Art, wie man miteinander umgeht, auch mit dem politischen Gegner. Der ehrliche Austausch ĂŒber politische Fragen, bei dem es um das Gemeinwohl geht und nicht so sehr darum, welche Partei das Sagen hat, ist ebenfalls von grundlegender Bedeutung. „OberbĂŒrgermeister Gribl (CSU) sagte neulich – so der Referent – dass nach drei Jahren die Zusammenarbeit im Rathaus ein ‚Wert an sich ist‘ und auch die persönliche Zusammenarbeit sich gut entwickelt und Vertrauen gewachsen ist.“

 

Und was kann der einfache BĂŒrger fĂŒr die Einheit in der Kommunalpolitik tun? Dr. Kiefer hat einige VorschlĂ€ge parat: Im Freundes- und Bekanntenkreis Pauschalaussagen und Vorurteilen entgegen treten; FĂ€higkeit zu Kompromissen einfordern und nicht verunglimpfen; auch den Medien die Meinung sagen, wenn sie - wie leider sehr oft - Auseinandersetzungen provozieren, hier könnten Leserbriefe wahre Wunder wirken; Politiker einladen und mit ihnen diskutieren und last not least, fĂŒr gute Politik und die Politiker beten.

 

Dem Referat schlossen sich lebhafte GesprÀche und Begegnungen der geladenen GÀste an.

 

 

 

Text: Ulrike BĂŒechl, Foto: Ursel Haaf

 

 

 

 

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Begegnung katholischer, lutherischer, anglikanischer und reformierter Geistlicher aus Deutschland, Schweden und England

Seit 2011 fahren Mitglieder des Zentrums fĂŒr SpiritualitĂ€t Ottmaring (ZSP) regelmĂ€ĂŸig zu Treffen mit schwedischen lutherischen Pfarrern. Im Rahmen der letzten Begegnung in Schweden entdeckten sie im GesprĂ€ch den Begriffder "Emmauskompetenz" - und dieser fand starke Resonanz. Die Emmaus-ErzĂ€hlung lĂ€sst sich als Krise und Kairos kirchlicher IdentitĂ€t in dieser Zeit deuten.

 Vom Donnerstagabend, den 12. 1. bis Sonntagmittag, den 15.,  fand ein Treffen statt, bei dem Bischof Ă…ke Bonnier aus Skara/Schweden zu dem Thema "Mit Ihm unter uns auf dem Weg." Erfahrungshorizonte der "Emmauskompetenz" statt. Herbert Lauenroth aus Ottmaring fĂŒhrte in einer Fortsetzung zum gleichen Thema aus, wie in unserer post-sĂ€kularen Kultur der Weg mit dem Auferstandenen und auf Ihn zu aussehen könnte.

Dr. Wilfried Hagemann, der Direktor des ZSP, das gemeinsam mit dem ökumenischen Lebenszentrum dieses Treffen ausgerichtet hatte, moderierte die Tage gemeinsam mit Dr. Erik Berggren, einem jungen Pfarrer aus Upsala, nördlich von Stockholm. Außer dem Bischof aus Skara, der schon ein langjĂ€hriger Freund ist, kamen fĂŒnf Pfarrer der lutherischen Kirche Schwedens und eine Vertreterin der katholischen Kirche. Zum ersten Mal waren auch fĂŒnf Geistliche aus England dabei.

AusflĂŒge nach Augsburg wie auch nach Dachau waren integrierender Bestandteil des Treffens. Am Ende waren alle vom Feuer und von Freude erfĂŒllt, was nur durch die Gegenwart des Auferstandenen zu erklĂ€ren ist.

 

 

 

 

 

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Besuch in der MĂŒnchener Synagoge

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Ökumene fĂ€llt nicht einfach in den Schoß

Ottmaring, Samstag 19. 3. 2016

 

Vergebung und Versöhnung zwischen den Kirchen - dieses Thema stand im Mittelpunkt eines Studiennachmittags im ökumenischen Lebenszentrum in Ottmaring. Referent war der Augsburger Regionalbischof Michael Grabow, Veranstalter das Zentrum fĂŒr SpiritualitĂ€t in Ottmaring.

 

Bischof Grabow ging bei seinem Vortrag zunĂ€chst von dem "beispiellosen Zeitalter der Versöhnung" seit Kriegsende 1945 aus. Als Beispiele nannte er unter anderem die GrĂŒndung der Vereinten Nationen, die Versöhnung der ehemaligen Erzfeinde Frankreich und Deutschland, das Aufeinander-Zugehen von Israel und Deutschland, die Ostdenkschrift der EKD und die folgende Ostpolitik, AbrĂŒstungsverhandlungen und schließlich das Fallen des Eisernen Vorhangs. Bei der Aufarbeitung der Vergangenheit - so der Regionalbischof - hĂ€tten die Kirchen eine wesentliche Rolle gespielt.

 

Doch auch im VerhĂ€ltnis der Konfessionen und Religionen zueinander seien in den letzten 60 Jahren TĂŒren geöffnet worden, die vorher ĂŒber Jahrhunderte hinweg hermetisch verschlossen schienen. Bischof Grabow ging in einem eigenen Kapitel auf seine persönlichen Erfahrungen in und mit der Ökumene ein, die oft zum Schmunzeln Anlass gaben. Dabei wurde aber auch deutlich, dass Ökumene nicht nur eine Frage von Theologen und Kirchenleitungen ist, sondern ihren Sitz im Leben der Ortsgemeinden haben muss. Inzwischen lebten und arbeiteten beide Kirchen kontinuierlich und im konstanten Austausch miteinander. "Kaum etwas geschieht ohne vorherige Absprache", sagte Grabow.

 

Anschließend ging es um drei konkrete Erfahrungen aus dem Lebenszentrum in Ottmaring. Es war bereits 1968 von zwei Gemeinschaften gegrĂŒndet worden: der Fokolar-Bewegung und der Vereinigung vom gemeinsamen Leben.

 

ZunĂ€chst berichtete Gabriele Ballweg ĂŒber "Versöhnung und Vergebung in der SpiritualitĂ€t und im Leben des Fokolars". Brigitte Horneber, Vereinigung vom gemeinsamen Leben, sprach ĂŒber die "Diakonie der Einheit als bruderschaftlichem Weg". Aus beiden Lebensberichten aus Ottmaring wurde deutlich, dass gelebte Ökumene nicht in den Schoß fĂ€llt, aber auch nie auf unĂŒberwindliche Hindernisse stĂ¶ĂŸt.

 

Wilfried Hagemann, Leiter des Zentrums fĂŒr SpiritualitĂ€t, berichtete schließlich von einem Ottmaringer Projekt: der Ökumenischen Schule. Chiara Lubich, die GrĂŒnderin der Fokolar-Bewegung, hatte sie 1981 gegrĂŒndet. Sie wollte damit den Angehörigen der Fokolar-Bewegung, die zu verschiedenen Kirchen gehören, die Möglichkeit geben, einander auch im Glauben, in der Geschichte und in der Tradition der jeweiligen Kirche besser kennenzulernen. "Wesentlich fĂŒr das Gelingen - so Wilfried Hagemann - ist die Begegnung und der Austausch unter den Referentinnen und Referenten beider Kirchen." Sie erarbeiten die Referate gemeinsam. Dieser Dialog der Dozenten untereinander ist das eigentliche Lernmodell fĂŒr die Kursteilnehmer.

 

                                                              Text: Ulrike BĂŒechl; Foto: Maria Kny

 

 

 

 

 

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METROPOLIT SERAFIM JOANTA AUS NÜRNBERG ZU BESUCH

Am Donnerstag, dem 3. Dezember, hatten wir die besondere Freude den Metropoliten der RumĂ€nischen Orthodoxen Kirche fĂŒr Deutschland, Zentral- und Nordeuropa, Dr. Serafim Joanta, bei unserem SpiritualitĂ€tsabend begrĂŒĂŸen zu dĂŒrfen. Er hat vor etlichen Jahren Chiara Lubich kennen gelernt und wollte es sich nehmen lassen, eigens aus NĂŒrnberg zu kommen und ĂŒber orthodoxe SpiritualitĂ€t, Liturgie unter besonderer BerĂŒcksichtigung des Abendmahls zu sprechen. Sein lebendiges Zeugnis und seine persönliche Einfachheit haben einen starken Eindruck bei uns hinterlassen.

 

 

 

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Ökumenisches Lebenszentrum Ottmaring Geschichte und Vision

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