Der Alltag

Der Alltag in der ökumenischen Siedlung zeichnet sich aus durch die Beziehungen unter den Bewohnern und den Gemeinschaften: Die gegenseitige Liebe, von der im Evangelium die Rede ist, soll in allem sichtbar werden.

Die meisten arbeiten in ihren Berufen, andere wiederum sind mit Aufgaben in ihrer jeweiligen Bewegung, im Ökumenischen Lebenszentrum oder in der Tagungsstätte betraut. Für Entscheidungen, die das Leben im Lebenszentrum betreffen, ist die sogenannte "große Runde" zuständig, in der die verschiedenen Gruppierungen und Bereiche der Siedlung vertreten sind. Eine Entscheidung wird erst getroffen, wenn Einvernehmen unter allen erreicht ist.

Wer durch Alter oder Krankheit nur eingeschränkt am Leben und Wirken des Lebenszentrums teilnehmen kann, gibt einen wesentlichen Beitrag zur Sendung des Zentrums, indem er sein Leiden mit dem Leiden des gekreuzigten und verlassenen Jesus verbindet.

Allabendlich, bis auf den Samstag, sind die Bewohner zum Gebet für die Einheit der Christen eingeladen. Im Bewusstsein zu der einen, unteilbaren Kirche Jesu Christi zu gehören, feiern sie am Mittwoch und Freitag das Heilige Abendmahl bzw. die Eucharistie. Sie nehmen am Gottesdienst der jeweils anderen Konfession teil, praktizieren jedoch nicht die Mahlgemeinschaft.

Einmal im Monat teilen sich die Bewohner Nachrichten und Erfahrungen aus ihrem persönlichen und gemeinschaftlichen Umfeld mit. So können alle an allem Anteil haben.

Andere Gruppierungen werden eingeladen, um Gemeinschaft auch mit ihnen zu suchen und zu pflegen. Dies geschieht im Bewusstsein, dass die Gaben, die jeder Gruppierung von Gott anvertraut wurden, dem ganzen Volk Gottes zu Gute kommen sollen.

Treffen in der Runde


Ökumenisches Lebenszentrum Ottmaring Geschichte und Vision