Weltgebetswoche 2006

Einladung nach Trient

 

Vertreter des Ökumenischen Lebenszentrums Ottmaring waren im Rahmen der Weltgebetswoche 2005 für die Einheit der Christen nach Trient eingeladen. Günther Rattey von der Kreuzbruderschaft und Herbert Lauenroth von der Fokolar-Bewegung berichteten von der 40-jährigen Erfahrung der Siedlung in der Nähe von Augsburg im Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Konfessione.

 

Bereits 1964 hatte Papst Paul VI. einen bewegenden Appell an die Stadt Trient, Schauplatz und Symbol der "Gegenreformation", gerichtet: "Leider war es bislang Trient nicht vergönnt, richtungsweisende Zeichen der Freundschaft und Versöhnung unter den Christen zu setzen. Fortan darf diese katholisch geprägte Stadt nicht mehr eine uneinnehmbare Festung sein; sie muss ihre Türen und Tore aufstoßen. Sie soll den Dialog nicht beenden, sondern vielmehr offen halten, nicht die Irrtümer der anderen anprangern, sondern den Blick für ihre Tugenden schärfen, nicht auf jene warten, die seit vier Jahrhunderten ohnehin nicht gekommen sind, sondern ihnen im Geist brüderlicher Gesinnung entgegengehen."

 

 

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Dieser Bereitschaft zum Dialog sind Bruder Günther Rattey und Herbert Lauenroth als Vertreter des Ökumenischen Lebenszentrums Ottmaring bei Augsburg, während ihres zweitägigen Besuchs in Trient auf vielfältige Weise begegnet. Das Ökumenereferat der italienischen Erzdiözese und die dortige Fokolar-Bewegung hatten sie im Rahmen der Gebetswoche für die Einheit der Christen eingeladen, ausführlich von den vier Jahrzehnten gemeinsamer Erfahrung zu berichten.
Schon zum ersten Spatenstich im Jahr 1967 war der damalige Bischof von Trient, Alessandro Maria Gottardi, nach Ottmaring angereist. Er bezeugte damit eine besondere Bereitschaft zum Brückenschlag mit den evangelischen Christen, vor allem bereits damals mit den geistlichen Gemeinschaften, die sich als Ferment der Einheit in und zwischen den Kirchen verstanden: den Fokolaren und Angehörigen der Kreuz- Bruderschaft, der Bruderschaft vom Gemeinsamen Leben sowie der Kommunität von Gnadenthal.

NEUJAHRSEMPFANG AM 19. 1. 2014

Frau Dr. Annette Schavan zu Besuch in Ottmaring

 

 

 

 

Doris Scheimann, Fokolarin (17. 10. 1956 - 7. 11. 2013)

"Jeder, der Haus oder Brüder oder Schwestern oder Mutter oder Vater oder Kinder oder Äcker um meinetwillen oder um des Evangeliums willen verlässt, wird das Hunderfache dafür erhalten ... und in der kommenden Welt das ewige Leben."    (Markus, 10, 29-30)


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