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... auf der Homepage des Ökumenischen Lebenszentrums Ottmaring. Hier informieren wir Sie über unser Leben und das, was uns bewegt.

 

 

 

 

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Verein Ökumenisches Lebenszentrum

Neuer Weg 9

86316 Friedberg

 

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Ökumenische Begegnung 2019

Am Sonntag, dem 20. Januar, fanden sich die Freunde des Ökumenischen Lebenszentrums im Begegnungszentrum Ottmaring am frühen Nachmittag ein, um gemeinsam die diesjährige Gebetswoche für die Einheit der Christen zu begehen. Nach dem schon traditionellen Auftakt mit Kaffee und Kuchen im Foyer führte Walter Goll von der Vereinigung vom gemeinsamen Leben (VgL) in das Programm des Nachmittages ein.

 

Als Referenten konnte dieses Mal das Ehepaar Ute und Frank Paul von der Offensive Junger Christen (OJC) gewonnen werden. Ute und Frank Paul leben auf Schloss Reichenberg bei Reichelsheim/Odenwald und können auf eine langjährige Erfahrung in Argentinien zurückblicken, die sie in den Jahren von 1990 bis 2008 erst nach Buenos Aires und dann zu indigenen Bevölkerungsgruppen im Norden Argentiniens geführt hat.

 

Frank Paul hat in seinem Vortrag das Leitwort der diesjährigen Gebetswoche für die Einheit der Christen: "Gerechtigkeit, Gerechtigkeit, ihr sollst du nachjagen." (Dtn 16, 20a) in fünf Anläufen ausbuchstabiert, wobei die Konkretheit seiner Anstöße sehr stimulierend war.

 

Frieden und Gerechtigkeit nachjagen sollen wir 1. um anderer willen. Mahatma Gandhi habe gesagt, wir sollen einfacher leben, damit andere einfach leben können. 2. um Gottes willen: Das Alte Testament erweist sich als eine wahre Fundgrube, wenn es darum geht, umzusetzen, dass wir nicht Besitzer, sondern zeitweilige Verwalter sind. 3. Um des Evangeliums willen, wie aus Aussagen des Apostel Paulus sehr deutlich wird. 4. Um unseretwillen, denn ein solcher Lebensstil führt zu echter Zufriedenheit. 5. Um unserer Berufung willen: An konkreten Beispielen wurde deutlich, welche himmelschreienden Ungerechtigkeiten in der Weltgesellschaft bestehen. Wir sind als Christenmenschen dazu berufen, alternative Gesellschaft so zu leben, dass andere Menschen Gottes Familie, herzliche Solidarität, respektvolle Integration erleben können.

 

Ute Paul hat dann eine ganze Reihe sehr konkreter Beispiele angeführt, wie ein einfacherer Lebensstil aussehen kann. Sie hat sogar das Publikum dazu bewegt, die passive Zuhörer-Rolle zu verlassen, und eine Gruppe von uns hat stellvertretend für alle ein pfiffiges Spiel durchgeführt, bei dem alles vom kollektiven Fingerspitzengefühl abhing: an einem von vielen Schnüren manövrierten Haken mussten Bauklötze aufeinander gestellt werden. Nur wenige Milimeter Verschiebung führten vom anfänglichen Erfolg zum schließlichen Scheitern.

 

Nach einer Pause kamen wir zum abschließenden Gottesdienst zusammen und jeder erhielt am Ende ein Gebet, dass uns im kommenden Jahr begleiten soll.

 

Peter Seifert, Maria Kny (Fotos)

 

 

 

 

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Neujahrsempfang 2019 des Ökumenischen Lebenszentrums Ottmaring

Am 13. Januar stand der traditionelle Neujahrsempfang des Ökumenischen Lebenszentrums, an dem rund 120 Gäste aus dem politischen und kirchlichen Leben, sowie Geschäftspartner und Freunde teilgenommen haben, im Zeichen von Bildung und Pädagogik.

 

Ute Multrus, die Schulleiterin des Staatlichen Gymnasiums in Friedberg, sprach zum Thema: „Werte machen stark“ – Schulen bilden auch Herz und Charakter. Der Titel ihres interessanten Referates, setzte sich zusammen aus dem Zitat „Werte machen stark“ (Werteinitiative des bayerischen Kultusministeriums), und dem Zusatz Schulen bilden auch Herz und Charakter aus dem Artikel 131 der Bayerischen Verfassung. Die Vermittlung von Wissen und Können steht hier also gleichberechtigt neben Bildung von Herz und Charakter.

 

Dieser Aussage der Bayerischen Verfassung spürte die Referentin in ihrer Rede nach. Einige Stichworte aus dem Referat von Ute Multrus: „Ob wir es wollen oder nicht, jedes Mal, wenn wir in der globalisierten Warenwelt etwas einkaufen, treffen wir eine Entscheidung für oder gegen bestimmte Werte…Wir entscheiden nach Kriterien, die mit unserer Haltung zusammenhängen, ob wir z.B. Plastik in den Weltmeeren als Bedrohung empfinden… Die Wertevielfalt erfordert Wertorientierung. Erst sie gibt der pädagogischen Arbeit an unseren Schulen ein Fundament, eine Perspektive und einen Sinn… Es gibt keinen einzigen Lebensbereich, in dem wir auf Werte verzichten möchten… Der Evangelist Matthäus hat es auf den Punkt gebracht: „Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen“ (Mt 7,12). Dass es diese Goldene Regel in den meisten Religionen der Welt gibt, zeigt, wie universal die Werteorientierung und das Wertebedürfnis des Menschen sind…Die 15. Shell-Jugendstudie weist empirisch nach, dass von einem Werteverfall unter Jugendlichen nicht die Rede sein kann… Als Wertevermittler gelten vor allem Eltern, Großeltern und Lehrer…Wer sich Bildung zur Aufgabe macht, der glaubt an den Menschen… „Man erzieht durch das, was man sagt, mehr noch durch das, was man tut, am meisten durch das, was man ist!“ (Ignatius von Antiochia)

 

Im Anschluss an das Referat von Frau Multrus wurden zwei Initiativen des Ökumenischen Lebenszentrums vorgestellt: der bereits traditionelle Jugendsommer „Summer school of life 2018“. Im vergangenen Jahr waren 12 junge Erwachsene Anfang 20 aus Jordanien, Italien, Korea und Taiwan fünf Wochen lang in Ottmaring, um ihr Leben als Christen geistlich zu vertiefen und außerdem ihre Deutschkenntnisse aufzubessern.

 

Und eine jüngere Initiative von Samuel Pfeifer und seiner Frau Christine. Sie haben Eltern, Lehrer und Erzieher im vergangenen Dezember erstmals eingeladen, um sich miteinander über das Thema „Loslassen“ im Sinne des Evangeliums zu unterhalten. Das nächste Treffen im März 2019 wird sich mit dem Thema „Gehorsam“ befassen, z.B. mit der Frage: Was bedeutet Gehorsam für den, der ihn einfordert? Eingeladen sind Erzieher, Eltern und Lehrer, die bereit sind, sich neu vom Evangelium herausfordern zu lassen.

 

Musikalisch wurde der Neujahrsempfang sehr schön begleitet vom Streichorchester des Friedberger Gymnasiums unter Leitung von Barbara Emslander- Gayler und Lukas Li, der am Klavier mit Bravour Frédéric Chopin spielte. Die Schulleiterin wusste es sehr zu schätzen, dass ihre Schülerinnen und Schüler sie an einem Sonntag begleitet haben!

 

Ulrike Büechl,  Ursel Haaf (Fotos)

 

 

 

 

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Bericht über das Symposium

Mit einem Symposium unter dem Titel: „Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns…“ (Joh 1,14) wurde in Ottmaring vom 22.-24. Juni 2018 das 50jährige Bestehen des ökumenischen Lebenszentrums begangen.



240 Festgäste waren gekommen, um miteinander zu danken und zu feiern. Es war ein fröhliches, buntes Publikum: Angehörige der beiden Gemeinschaften, die das Zentrum seit 50 Jahren tragen (Vereinigung vom gemeinsamen Leben und Fokolar-Bewegung) aus der Schweiz, Österreich, Italien und Deutschland; Weggefährten aus anderen christlichen Gemeinschaften, alte und neue Freunde, darunter Verantwortliche aus Kirchen und Politik: der evangelische Regionalbischof von Augsburg, Michael Grabow mit seiner Gattin; der rumänisch-orthodoxe Erzbischof und Metropolit für Deutschland, Zentral- und Nordeuropa, Serafim Joanta; der frühere evangelische Regionalbischof von Augsburg, Ernst Öffner; Kirchenrätin Maria Stettner vom Ökumenereferat der Bayerischen Landeskirche München, Dekanin Doris Sperber-Hartmann für die Region Augsburg Süd/Ost und der 1. Bürgermeister von Friedberg, Roland Eichmann.



Sie alle nahmen lebhaften Anteil an diesem Fest zur Ehre Gottes, der vor 50 Jahren katholische und evangelische Christen dazu bewegte, sich auf ein solch konkretes ökumenisches Abenteuer einzulassen. Und Er war es auch, der sie in diesen 50 Jahren durch alle Höhen und Tiefen durchgetragen und immer wieder ermutigt hat, mehr auf Ihn zu setzen, statt sich durch Durststrecken vom einmal eingeschlagenen Weg abbringen zu lassen, bis man zu der erlösenden Einsicht gekommen ist, dass zwei aus verschiedenen Kirchen kommende, eigenständige Charismen zueinander gefunden haben.


Vermutlich haben die Bewohner des Zentrums nicht im Traum damit gerechnet, dass anlässlich dieses runden Geburtstages ein solcher Regen von dankbarer Anerkennung und großer Wertschätzung auf sie herabkommen würde: von den Grußworten der Kurienkardinäle Kasper und Koch, des Nuntius von Venezuela, Aldo Giordano, des em. Landesrabbiners Henry G. Brandt bis hin zu Kommunalpolitikern, die sich dafür bedankten, dass sie im Ökumenischen Lebenszentrum einen verlässlichen Partner gefunden haben, der immer bereit ist zur Mitarbeit und ein wichtiges Zeichen der Offenheit und Dialogbereitschaft in der Gesellschaft setzt. Vielleicht aber waren besonders die Gruß- und Dankesworte bewegend, die von jungen Erwachsenen kamen, die im Lauf dieser Jahre eine Zeit in Ottmaring verbracht haben: Sie haben heute zum Teil verantwortungsvolle Stellungen in Politik und Gesellschaft inne und zögern nicht, viele ihrer Stärken und Talente dem Leben als Kinder und Jugendliche in Ottmaring zuzuschreiben, wo sie in Gärten ohne Zäune miteinander spielten und redeten, wo sie immer willkommen waren und den Raum fanden, um sich selbst zu finden in einem größeren Ganzen.



Das reiche Programm der Tage – übrigens bis auf die Minute getimt – nahm die Gäste mit in einen bunten Bilderbogen der Vergangenheit, in die aktuellen Herausforderungen und Früchte der Gegenwart und in einen spannenden und faszinierenden Ausblick in die Zukunft des Zentrums. Dabei trug die Gewissheit, dass nicht wir sie machen und erfinden müssen durch große Projekte und Vorhaben, sondern dass sie selbst auf uns zukommen wird, und dass wir sie verstehen werden im Hinhören auf die Stimme Gottes, der – das haben wir in 50 Jahren gelernt – sich im jeweils anderen zu erkennen geben wird.

 

Erwähnt werden sollten allerdings auch einige wichtige Anfragen an die Adresse des Ökumenischen Lebenszentrums, so bei Gelegenheit des Podiums am Samstagvormittag von Pfr. Thomas Römer vom CVJM München mit der Aufforderung zur Wachsamkeit. Er sagte dem Sinne nach: Findet eine Sprache, die heute verstanden wird!

 

Bei gleicher Gelegenheit erzählte Sr. Aloisia Lewermann von dem Prozess in der Schönstatt-Bewegung, das Gründer- vom Gründungscharisma zu unterscheiden, d.h. das Gründungscharisma ist die von Gott gegebene Gabe an Kirche und Welt, das Gründercharisma, das an die Personen der Gründer gebundene Charisma. Sie fragte uns, ob diese Unterscheidung auch für uns hilfreich sein könnte.

 

Herbert Lauenroth ermutigte uns in seinem Ausblick am Sonntagvormittag mit provokativen Fragen zur schöpferischen Treue ohne sich auf praktische Handlungsanweisungen festzulegen: Ottmaring als ein Ort, an dem Begegnung mit den ganz Anderen und deren Aufnahme möglich ist, aufbauend auf der langjährigen Erfahrung mit „Kontrastharmonie“.

 


Ulli Büechl und Peter Seifert, Fotos: Ursel Haaf und Maria Kny

 

 

 

 

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Freundesbrief 2018

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Offener Sonntag

 

Angebot zu einer katholischen Messe um 12.00 Uhr

anschließend  ab 13 Uhr Mittagessen und Zusammensein im Haus AGAPE, Eichenstr.16

 

 

jeden 2. Sonntag im Monat

 

 

8. Dezember 2019

 

 

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